Schlagwort-Archive: 2017

Castingshow für Hirnzellen

Warum wächst unser Hirn nicht, wenn wir Neues lernen? Gute Frage.
Es wächst nämlich doch. Aber nur am Anfang. Dann prüft es, welche neuen Zellen den neuen Job am besten erledigen. Die dürfen bleiben, der Rest wird wieder rausgeworfen oder bekommt andere Aufgaben.

Hirn, Chemie & Psyche

Der Zusammenhang von Hirnchemie und psychischen Zuständen ist, außer bei Demenz, ungeklärt. „Die Erklärung, Depression gehe auf einen reinen Serotonin-Mangel zurück, ist mit Sicherheit zu einfach.“

Soziale Kompetenz auch spät noch erlernbar

Eine Studie des Max-Planck-Instituts zeigt, dass sich die Plastizität des Gehirns auch für die Veränderung sozialer Fähigkeiten nutzen lässt. Mit ein wenig Übung kann sich sowohl die entsprechende Hirnstruktur als auch das Verhalten verändern.

Lebewesen sind keine isolierten Einheiten, sondern Gemeinschaften

„In den modernen Lebenswissenschaften zeichnet sich immer deutlicher ein Paradigmenwechsel ab: Lebewesen gelten nicht mehr als in sich geschlossene Einheiten, sondern als hochkomplexe und funktionell voneinander abhängige Organismengemeinschaften.“

Mach’s mit Musik

Je mehr Gefühl die Musik auslöst, desto intensiver wird eine Berührung wahrgenommen. Selbst wenn ein Pinselroboter für gleichbleibende Streicheleinheiten sorgt. Musik verbindet. Damit ist diese Erfahrung nun einmal mehr wissenschaftlich untermauert.

Dunning-Kruger-Effekt

Wenn wir von etwas keine Ahnung haben, unser Gehirn aber denkt, wir haben voll den Durchblick. Ein klarer Fall von kognitiver Verzerrung. Zitronensaft, auch bekannt als unsichtbare Tinte, macht Bankräuber nämlich gar nicht unsichtbar.

Großzügigkeit macht glücklich

Großzügigkeit macht Menschen glücklicher. Weniger glücklich sind Menschen, die aus purem Selbstinteresse handeln. Dabei ist es zweitrangig, wie großzügig man sich verhält. Bereits das feste Versprechen freigiebiger zu sein, löst eine Veränderung im Gehirn aus, die uns glücklicher macht.

Krise der Psychopharmaka

Ganz langsam beginnt ein Umdenken, das die Lebensqualität der Betroffenen in der Therapie berücksichtigt und nicht nur ihre Symptome. Bis Mitte der fünfziger Jahre galten Eisbäder, Elektroschocks und Lobotomie als Standardtherapien bei schweren psychischen Erkrankungen.

Aktuelles aus der Bildungsforschung

Wissenschaftlich gibt es keinen Beleg für die Existenz von sogenannten Lerntypen, also dass Menschen neue Informationen überwiegend mit Augen, Ohren oder Händen wahrnehmen und verarbeiten. Ebenfalls ins Reich der Mythen gehört die Vorstellung, dass Menschen nur einen kleinen Teil ihres Hirns nutzen und dass es eine klare Arbeitsteilung zwischen linker und rechter Hirnhälfte gibt.

Flow mit einer Prise Cortisol

Im Flow ist man ganz bei einer Sache, vergisst sich selbst und die Welt drumherum. Ein schöner, produktiver Zustand, der mit einer Prise Cortisol, einem Stresshormon, einhergeht. Regelmäßiger Flow erhöht das Wohlbefinden, wenn ihm ebenso regelmäßig Entspannung folgt.