Das Schaf

Schwarzes Schaf

EIN VEGETARISCHES GEDICHT OHNE E, I, O UND U*

Als Lamm war das Schaf fast zart,
sah Gras,
macht Rast,
fraß.
Bald war das Schaf satt.
Nachts schlaf schlaff, Schaf!
Wachs´!
Ja.
Dann ward das Schaf wach.
Was war das?
Das Schaf war schwarz.
Quatsch!
Wahr!
Ganz schwarz saß das Schaf am Bach.
Wasch das Schafshaar, mach das nass.
Ach lass!
Da das Schaf statt nachts
am Tag Schlaf fand,
traf das Schwarz als Straf´ danach scharf.
Das Bad half bald,
das Schaf saß blass am Bach,
lacht,
la la la,
tanzt,
macht sanft, gar brav
Schafskaas
statt acht Pack Lammhack.
Das war knapp.

* Eine Reminiszenz an den Deutschlehrer Heinz Schneemann, der mir anhand von Ernst Jandls „Ottos Mops“ in der siebten Klasse den Floh ins Ohr setzte, ich hätte irgendwas mit Buchstaben zu tun, nur weil ich aus der Unterrichtsstunde zu Konkreter Poesie „Anna aß Ananas. Darf Anna das? Anna hasst das …“ geklöppelt hatte. Wie man sieht, bin ich übers A bis heute nicht hinausgekommen.

 
 
 
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